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Berghain

So, ich wollte schon ewig mal hin, um sich ein eigenes Bild vom Mythos Berghain - bester Techno Club der Welt (New York Times), härtester Türsteher Berlins etc. - machen zu können. Gestern war es dann also soweit und eigentlich wollte ich zuhause ne ruhige Kugel schieben, aber als ich hörte, dass mein partyfaulen Freunde (ich liebe euch trotzdem, aber wir müssen öfters mal ausgehen!) ausgerechnet an dem Abend ins Berghain wollen, habe ich mein Lenrpensum von heute vormittag gestern abend nach der Arbeit noch versucht zu erfüllen. Mit Erfolg

Also bin ich gegen 24 Uhr nach Friedrichshain gefahren, nach ner halben Kanne Kaffee (Koffein-Kick inklusive) und mit Neugierde im Gepäck.

Outfit: grau-verwaschene Männerröhre, schwarze Lederboots (flache sportliche Stiefel), weißes langes Shirt mit Knopfleiste (sieht bissle nach Nachthemd aus), mein Lieblings-Leoprint-Tuch mit pinkem Streifen von H&M, pinke Retro-Adidas-Trainingsjacke.

Kurzes Vorsaufen bei Klassikern der 90er wie Snap z.B. und dann um 1:30 los. Am Ostbahnhof wurde man schon von den ersten Kotzhaufen begrüßt. Nachdem uns ein netter Typ den Weg erklärt hat, der uns eigentlich mit ins Maria nehmen wollte (der übrigens recht gut aussah, aber nur einen Arm hatte), holte ich schnell noch Club Mate, denn nach nem 8-Stunden-Arbeitstag und 3 Stunden-Lern-Marathon bin ich für jedes Koffein dankbar.

Schon von weitem sahen wir die lange Schlange. Zum Glück war ich vorher nochmal pinkeln, aber als wir endlich vorne waren, musste ich schon wieder. Wir hatten ja immerhin schon ne Stunde angestanden. Langweilig war das Anstehen allerdings nicht, wir haben uns mit Basti angefreundet und hatten damit obertuckige Unterhaltung Basti war ganz offensichtlich auf Männerjagd und erwähnt bestimmt 10 mal wie süß der Typ ist, der vor uns stand. Allerdings dachte er auch, der wär bestimmt schon 50 - ich schätze: 27 :D Je näher wir der Tür kamen, desto mehr Aufregung machte sich breit. Wir waren ja 4 Mädels und Basti und zwei der Mädchen waren sehr nervös. Ich habe einfach nur versucht, nicht zu auffällig zu sein, was mir manchmal sehr schwerfällt XD Ich hab ne sehr laute Stimme und kann die oftmals nur schwer regulieren Dann sahen wir ihn schon von Weitem. Sven Marquard himself.

Ich stand bissle weiter hinten, und zwei Freundinnen vor mir. Die wurden dann gefragt, ob sie zu zweit sind und verwiesen auf uns restlichen drei. Abcheckender Blick, Frage nach dem Alter (meine Freundin). "21" "Hm." Alles sehr einsilbig und meinen Freundinnen schlotterten die Knie, wie sie später sagten. Ich war überraschenderweise echt cool. Als ich mit 14 auf Dorf-Parties ab 18 wollte, war ich aufgeregter :D Wir wurden dann geschlossen reingelassen, an Svente vorbei zum Abtasten. Alter. Die haben echt alles durchsucht, jede Tasche, die einzelnen Fächer meines Portmonees, sogar in einer Packung Kaugummis Ich hatte ja nix zu verbergen, aber wusste auch nicht mehr genau, was ich alles in meiner Tasche hatte, die ein riesiges Sammelsurium aus allem möglichen Nippes bildet.

Dann: Endlich drin. Erstmal große Freude und eine schöne Garderobe mit einer großflächigen Wandinstallation in schwarz-weiß - sehr geschmackvoll. Ich habe meine Sachen aber nicht abgegeben, hatte ja ne große Tasche. Ich muss sagen: Es war echt SUPER! Mich hat vor allem die Architektur beeindruckt, welche zusammen mit der Musik für eine super Stimmung gesorgt hat. Gut, bei dem einen oder anderen haben bestimmte chemische Substanzen mit für ihre gute Stimmung gesorgt, aber obwohl ich keine Drogen genommen habe, fühlte ich mich sehr wohl. (anders als bei diesem Club da an der U Klosterstraße, wie heißt der noch? Da fand ich es schrecklich) Freundliche Menschen überall, gar nicht überheblich oder arrogant, sehr hilfsbereit sogar, überall konnte man ein Lächeln erhaschen. das Berghain an sich war schon seeehr schwul, nackte gestählte Oberkörper, mit glattrasierten Köpfen, die einen Balztanz vollführten, überall, aber überwiegend schöne Menschen, keine Asis, obwohl viele schlunzig gekleidet waren, aber mit Stil. Erschreckend waren zwei oberkrasse Muskelmänner, die gemeinsam da waren. Sahen aus wie die übelsten Motorrad-Rocker und hatten einen riesigen Körper - beide. Aber ganz nett Händchenhaltend da hergelaufen
Weniger unschuldig geht es auf den Unisex-Toiletten zu. Da geht glaube ich nur jeder dritte wirklich pinkeln, der Rest macht andere Dinge; sowohl Schwule und Lesben als auch Heteros.

In der Panorama Bar hat es mir am besten gefallen. Auch hier wieder große schwarz-weiß-Bilder und entspanntes Publikum. Entscheidender Faktor: die Musik. Ein Bier kommt 3€, aber gestern war mir das Geld wirklich egal. Es hat sich echt gelohnt, auch die 12 Tacken Eintritt. Natürlich habe ich noch einen Bekannten getroffen, der jetzt anscheinend auch in Berlin lebt (schon seit 2 Jahren) und eigentlich aus nem Dorf kommt, das 5 km von meinem Heimatkaff entfernt ist.

Um sechs sind wir schließlich gegangen, als dort die Party erst so richtig losging, aber ich will ja heute noch was schaffen. Noch immer eine lange Schlange und jetzt gingen die Gäste auch teilweise schon unten ohne, das beste Stück nur mit einer Art Latex-Metzger-Schürze verdeckt.

Tschüß Partyleben, hallo Bachelor-Arbeit!

6.9.09 13:22
 


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